Symbole            

In den buddhistischen Lehren und ganz besonders in den Belehrungen des Dzogchen sollten wir uns niemals eine Glaubensvorstellung erschaffen. Zu glauben und nicht zu glauben, ist grundsätzlich dasselbe, da sich der Mensch in beiden Fällen wie gewöhnlich im Rahmen seiner geistigen Konzepte bewegt. Auf dem Weg des Dzogpa Chenpo sind wir daran interessiert, jenseits aller Konzepte zu gelangen. Wenn es uns gelingt, jenseits aller konzeptueller Vorstellungen zu sein, werden alle relativen geistigen Konzepte zu Ornamenten und zu einem Schmuck der Natur des Geistes. Wenn man diesen urprünglichen Zustand und diese Dimension der Harmonie der Elemente erreicht hat, ist unser Geist von spiegelgleicher Qualität. Wir sind im Zustand des Spiegels - im Zustand der Natur des Geistes. Die Bedingungen eines Spiegels sind so offen und rein, daß er nicht den Spiegelungen entsagen müßte; er kann sie einfach zulassen, ohne von ihnen verändert oder beeinflußt zu werden. Vielmehr existieren die Spiegelungen als Qualifikationen des Spiegels.

Die Harmonie der Elemente in der Kunst der Atmung,
Oddiyana Shang Shung Edition